Aktualisiert (Montag, 23. Januar 2012 um 18:03)
Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) wird im Rahmen des EU-Programmes JUGEND IN AKTION angeboten.
Hier die wichtigsten Informationen vorab:
- Mindestens acht Monate, bevor der EFD beginnen soll, sollten sich Interessierte darum kümmern, eine Entsendeorganisation zu finden.
- Der EFD richtet sich schwerpunktmäßig an 18- bis 30-jährige junge Leute für einen freiwilligen sozialen Dienst im Ausland mit einer Dauer von mindestens 6 und maximal 12 Monaten.
- Freiwillige in einem Aufnahmeprojekt arbeiten 30 bis 35 Stunden pro Woche, haben zwei Tage hintereinander pro Woche frei und erhalten pro Monat einen Anspruch auf zwei Urlaubstage.
- Der EFD kann nicht als Praktikum im Rahmen der Ausbildung oder des Studiums angerechnet werden.
- Als Länder für den EFD kommen in erster Linie die EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Türkei in Frage, aber auch die so genannten Euro-Med-Länder (Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, Palästinensische Behörde für den Gazastreifen und das Westjordanland, Syrien, Tunesien) und Staaten in Ost- und Süd-Ost-Europa (Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Russische Föderation, Serbien, Ukraine und Weißrussland).
- Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich! Die Aufnahmeorganisation organisiert einen - für die Freiwilligen kostenlosen - Sprachkurs.
- Die Freiwilligen haben vor Ort Ansprechpartner/innen in der Aufnahmeorganisation, die bei allen Problemen, die sich ergeben können, weiterhelfen. Darüber hinaus werden die Freiwilligen während des EFD auch von der Entsendeorganisation unterstützt. Im schlimmsten Fall ist ohne Nachteile für die Freiwilligen auch ein Abbruch des EFD möglich.
- Die Freiwilligen werden von der Entsendeorganisation auf die Ausreise vorbereitet, im Gastland gibt es zu Beginn ein Einführungstraining und bei einem mehr als sechsmonatigen EFD sind die Freiwilligen außerdem verpflichtet, an einem Mid-Term-Meeting im Gastland teilzunehmen. Die Nationalagentur veranstaltet für ehemalige Freiwillige ein zentrales EFD-Auswertungs-Event.
- Untergebracht sind die Freiwilligen entweder in Wohngemeinschaften mit anderen Freiwilligen oder in Gastfamilien.
- Sämtliche Kosten werden von der Europäischen Union übernommen. Einzige Ausnahme sind 10% der Reisekosten.
- Die Freiwilligen erhalten ein monatliches Taschengeld.
- Die Freiwilligen erhalten für den EFD eine zusätzlich bzw. ergänzende Krankenversicherung.
- Das Kindergeld wird während des EFD weitergezahlt.
- Nach dem EFD erhalten die Freiwilligen einen Youthpass, der den geleisteten Freiwilligendienst detailliert bescheinigt. Wer möchte, kann sich dann zum Beispiel als EuroPeer engagieren.
