Freitag, 14.11.2008
Heute machen wir unseren Sightseeing-Tag. Wir stehen früh auf und fahren nach Gizeh zu einem Reitstall, zu dem unsere Hotel-Manager Kontakt haben. Der ganze Trip war sehr teuer, hat sich aber in jedem Fall gelohnt. Zunächst reiten wir auf Kamelen (ich habe ziemliche Angst herunter zu fallen), Stefan wählt lieber einen Esel und so geht es zu einer Wüstendüne außerhalb des Zauns um die Pyramiden.

Draufgesessen haben muss man wohl mal.

Auf Kamelen durch die Wüste
Den Sonnenaufgang haben wir zwar verpasst, aber die Szenerie ist trotzdem wunderschön. Wir essen etwas im Angesicht der uralten Bauwerke und ich beginne, mich in die Wüste zu verlieben.

Desert, I miss you
Danach kehren wir zu dem Reitstall zurück, steigen auf Pferde um (Anna und Stefan nehmen eine Kutsche) und brechen damit in den Bereich direkt an den Pyramiden auf.

Ein neues Transportmittel
Auch mit dem Reiten auf den Pferden komme ich aufgrund mangelnder Vorkenntnisse nicht wirklich gut klar, aber das Galoppieren durch die Wüste ist ein super Gefühl.

Alle Ähnlichkeiten mit Pippi Langstrumpf sind rein zufällig.
Wir "parken" unsere Pferde und gehen zu Fuß auf die Pyramiden zu. Wieder ein seltsames Gefühl, aber sehr beeindruckend.

Vor der Chephren-Pyramide
Danach sehen wir uns noch die Sphinx und den dazu gehörenden Tempel an und galoppieren noch ein bisschen. Am Abschluss unserer Tour lehnt unser Führer ein Trinkgeld von 100 Ägyptischen Pfung ab, was uns unverschämt erscheint. Vom Reitstall aus brechen wir mit den von Walid (einem der beiden Hotel-Manager) organisierten Autos zu den Pyramiden von Sakara auf. Hier wirkt die Umgebung bei der Anreise sehr grün und ein bisschen wie eine Oase.

Aussicht genießen

Die Pyramide von Sakkara - hier wurde noch geübt.
Wir fahren zurück nach Kairo und nach einem Besuch des Koptischen Viertels fahren wir zur Zitadelle. Nur Anna und Stefan gehen in die Moschee, ich bereue meine Entscheidung hinterher. Wir anderen legen uns draußen auf einer Wiese in die Sonne - hat auch was.

Mit einem "geliehenen" Kind in der Moschee
Nach Ablauf der wie immer knapp bemessenen Zeit werden wir zum Markt Khan al-Khalili gebracht. Dort angekommen essen wir zuerst in einem Restaurant etwas (zu teuer und gar nicht mal so lecker) und machen uns dann individuell bzw. in Kleingruppen auf ins Gewühl. Kleine Gassen, Gedränge, eine Unmenge von Geschäften und recht aufdringliche Händler prägen den Eindruck. Aber auch hier kann ich mich einfach mit einem der Händler, der etwa in meinem Alter ist, unterhalten. Bei dieser Gelegenheit versucht sogar jemand, mir meinen Schal abzukaufen - sehr seltsam.

Auf dem Khan al-Khalili
Nachdem alle Einkäufe erfolgreich getätigt wurden, treffen wir uns, um die Rückkehr zum Hotel anzutreten. Dort gehen Stefan, Tomek und ich noch los, um etwas zu essen zu besorgen und ein paar Fotos von Downtown zu machen. Die Wahl fällt auf KFC und Süßigkeiten, was mir seltsam erscheint, aber einige Leute haben keine Lust mehr auf ägyptisches Essen.
Alles in allem war es ein sehr schöner Tag, auch wenn ich gerne mehr Zeit für die einzelnen Sehenswürdigkeiten gehabt hätte und in der Wüste spazieren gegangen wäre, aber das gab unser Zeitplan nicht her. Wir gehen relativ früh schlafen, weil wir morgen nach Alexandria zu fahren, um uns mit Hassan zu treffen.